Nichts beeinflusst das Arbeitsklima so stark, wie der gegenseitige Umgang unter Kollegen. Das es dabei nicht immer leicht ist, mit allen Charakteren Tag für Tag über mehrere Stunden klar zu kommen, ist verständlich. Dennoch solltest du mit gutem Beispiel vorangehen und durch die richtigen Verhaltensweisen zu einer allgemein entspannten Atmosphäre beitragen.

Die Umgänglichen Kollegentypen

Jeder umgibt sich auf Arbeit wohl am liebsten mit Charakteren, die einfach zu handeln sind. Dazu zählen „Die Mama“, „Der Fürsorgliche“ oder auch die Fraktion der „Raucherbuddys“. Mit diesen Kollegen kommen die meisten Menschen super zurecht und es gibt nur wenige Reibungspunkte, die das Betriebsklima verderben könnten.

Kolleginnen, die die typische Mamafigur darstellen, sind beispielsweise immer gern gesehen. Sie helfen, wenn Not am Mann ist, haben offene Ohren für Probleme jeglicher Art und werden in den wenigesten Fällen über Fehler sonderlich böse. Zusätzlich sind sie in der Lage, Führung im Team zu übernehmen, ohne sämtliche andere Kollegen in den Schatten zu stellen.

Ähnlich kollegial unterwegs sind die Fürsorglichen. Sie wollen, dass es jedem möglichst gut geht, niemand überfordert wird und in der Masse an Kollegen nicht untergeht. Dabei nehmen sie dir auch gern die ein oder andere Arbeit ab. Die Gefahr hinter diesem Verhalten: Zu viel Fürsorge kann nerven. Wenn hin und wieder interpretiert ein solcher Kollege mehr aus einem hängenden Mundwinkel, als tatsächlich ist. Hier heißt es einfach Ruhe bewahren oder auch einmal eine freundliche Abweisung auszusprechen. Solange alles im höflichen Rahmen und Ton bleibt, wird dieser Kollegentyp es nicht verübeln.

Ganz unkomplizierte Artgenossen im Kollegenteam sind die Raucher. Meist sind die mit ihrem eigenen Tun beschäftigt, suchen aber zu gegebener Zeit den Kontakt zu anderen. Gemeinsames Rauchen verbindet, lässt hier Spielraum für netten Smalltalk, Witzeleien und Privates. So trägt auch dieser Kollege dazu bei, das Arbeitsklima positiv zu halten. Denn wir alle brauchen hin und wieder eine kleine Auszeit. Nervig werden hier nur Kettenraucher, die ununterbrochen neue Leute suchen, die mit ihnen eine Pause einlegen wollen.

Die nervigen Kollegen

Dieser Typus zeichnet sich vor allem in folgenden Dingen aus: Er ist laut, meist sehr von sich selbst überzeugt, schlecht ins Team integrierbar oder nimmt alles zu genau.Genau daraus ergeben sich auch die entsprechenden Kollegentypen.

Der arrogante Kollege macht grundsätzlich alles richtig. Glaubt er zumindest. Und das lässt er dich auch gern durch Spitzen und hämische Kommentare zu deiner Arbeitsweise spüren. Hier hilft nur Ruhe bewahren und die Häme abprallen lassen. Zu viele Gedanken an solches Verhalten zu verschwenden macht nicht nur schlechte Laune sondern beeinflusst auch die Arbeitsmoral. So geschehen schneller Flüchtigkeitsfehler – und zusätzliches Material für dumme Sprüche ist sicher das Letzte, was du willst.

Eigenbrötler im Gegensatz haben keinerlei Interesse daran, was die Kollegen so treiben. Er will nur seine Ruhe. Und diese lässt du ihm im besten Falle auch. Lässt es sich nicht vermeiden mit einem solchen Kollegen in Kooperation gehen zu müssen, hilft es meist, einfach abzuwarten bis dieser von allein das Gespräch sucht. Zu viel kann man dabei nicht erwarten, aber auf diese Weise lassen sich auch gemeinsame Projekte gut bewältigen.

Schlechter dran bist du, wenn du auf den Perfektionisten triffst. Pingelig, haarklein und detailverliebt, immer auf Ordnung, Planung und präzise Vorgabeneinhaltung bedacht, kann dir ein solcher Mensch den letzten Nerv kosten. Denn hier gilt nicht das Ziel, sondern der Weg dorthin. Und dieser ist für diesen perfekten Kollegen schnurgerade. Jegliche kleine Abweichung wird sofort geahndet und entsprechend getadelt. Mit diesem Typus kommen meist nur jene klar, die sich ohne Probleme unterordnen und einfach tun, was einem gesagt wird. Andere stoßen hier leicht an ihre Grenzen und es kann zu heftigen Reibereien führen.

Kollegen, die mit Vorsicht zu genießen sind

In fast jedem Arbeitsteam gibt es diese ein oder zwei Kollegen, die man nur mit Bedacht kontaktieren sollte. Dazu zählen die Kollegen, die gern mal einen nach Feierabend mit den lieben Kollegen trinken gehen. Hier ist Vorischt geboten. Denn wenn auch privat unterwegs sollstest du darauf achten, nichts zu tun, was dir später Schaden bringen könnte. Denn meist ist ein solcher Kollege sehr bestrebt, seine eigenen Vorteile zu suchen. Und Fehlverhalten deinerseits wird dabei schamlos verbreitet und ausgenutzt.

Choleriker sind ebenfalls eine Kollegenart für sich. Ein falsches Wort, eine falsche Berechnung oder Handgriff und schon toben sie vor Wut und zetern was das Zeug hält. Auch hier ist Ruhe die beste Wahl. Mitschreien und seinem eigenen Frust Luft machen ist die wohl schlechteste Idee, will man diesen Vulkan schnellstmöglich wieder in den Ruhezustand versetzen. Nach dem Wutausbruch lohnt sich jedoch das klärende Gespräch. Denn dieser Kollege meint vieles nicht einmal so, wie er es sagt. Und weisst du erst einmal, was ihn zur Weißglut treibt, kannst du es abstellen.

Schlussendlich ist für jeden Kollegen die oberste Devise: Freundlichen Umgang pflegen. Du wirst sicher mit dem ein oder anderen gern mehr oder weniger Zeit verbringen. Doch taktvoll und höflich solltest du immer bleiben.