Das Ansehen von Tattoos und Piercings in unserer Gesellschaft hat sich mittlerweile drastisch verändert: kaum jemand fällt noch aufgrund seines Körperschmucks negativ auf; es ist praktisch gesellschaftsfähig geworden. Doch so locker es im privaten Raum auch gehandhabt wird mit der auffälligen Körperkunst, im Berufsleben kann es öfter mal zu Problemen kommen.
Worauf du in der Bewerbungszeit am meisten achten solltest, wenn es um Piercings und Tattoos geht, haben wir dir deshalb hier zusammengestellt:

Setz dir deine Grenzen
Bevor du dich überhaupt an das Bewerbungsschreiben setzt, solltest du dir über zwei Dinge im Klaren sein: 1. Wo bewirbst du dich? 2. Wie wichtig ist dir dieser Job (Würdest du dafür auf deine Piercings verzichten)? Dir muss klar sein, dass du von einer Bank nicht erwarten kannst, dass sie dir deinen Nasenring oder deine Tunnels durchgehen lassen. Auch wenn Körperschmuck unter das Persönlichkeitsrecht fällt, gibt es einige Einschränkungen. Wenn du dich trotzdem bewirbst, musst du dir die Grenze selbst setzen: Bis zu welchem Punkt beugst du dich den Anforderungen & ab wann ist dir die Zurschaustellung deiner Persönlichkeit wichtiger als der Job?

Vorsicht beim Bewerbungsgespräch
Selbst wenn du für dich festgelegt hast, dass du deine Piercings und deine Tattoos gut sichtbar beibehalten willst, solltest du dir vielleicht überlegen, sie bei deinem Vorstellungsgespräch zu verdecken oder gar zu entfernen. Beim tatsächlichen Gespräch kannst du selbstverständlich höflich nachfragen, wie dein potentieller neuer Arbeitgeber zu Körperschmuck steht. So beweist du, dass du Respekt vor den Vorstellungen des Unternehmens hast und nicht ungefragt dein Ding durchziehen willst. Meistens sind Piercings und Tattoos kein Problem, vor allem – wenn du in deiner Position keinen Kundenkontakt hast – dennoch beweist du durch das Verdecken Ernsthaftigkeit und Seriosität.

Sicherheit am Arbeitsplatz
Sobald du den Job hast und dein Arbeitgeber deinen Körperschmuck abgesegnet hat, gilt Vorsicht am Arbeitsplatz. Dein Piercing darf dich oder deine Kollegen unter keinen Umständen gefährden. Arbeitest du also mit Maschinen, in denen sich dein Schmuck leicht verhaken kann, solltest du darüber nachdenken, ihn zu entfernen. Darüber hinaus sollten auch die Hygienevorschriften jederzeit geachtet werden. In Branchen, in denen du mit Lebensmitteln arbeitest, ist Schmuck an den Händen meist nicht gern gesehen und sollte deshalb entfernt werden.

Das wichtigste in Sachen Tattooos und Piercings bleibt wohl das Einverständnis des Arbeitgebers. Durch das Erfragen seiner Zustimmung beweist du sowohl Ernsthaftigkeit und Seriosität, als auch Respekt vor der Unternehmensphilosophie und vor den Sicherheits- und Hygienevorschriften. So steht deiner erfolgreichen Karriere, trotz auffälligem Körperschmuck, nichts mehr im Weg!

PS: Wenn du dich genauer informieren willst, oder es zu Problemen mit deinem Vorgesetzten kommt, kannst du dich im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz genauer informieren.