Das übliche Dilemma: nach dem Studium brauchst du einen Job, für den brauchst du Erfahrung, die kriegst du nicht ohne Job. Hier ist es – neben geschickten Tricks (www.potenzial-magazin.de/berufserfahrung-fehlanzeige/) – am besten, die Berufserfahrung neben dem Studium zu sammeln. Wir zeigen dir, wie du Karriere und Studium unter einen Hut bringst:

Der klassische Studentenjob

Die meisten Studenten arbeiten zwischen Vorlesungen, Seminaren und Prüfungsvorbereitung sowieso. Viele unterschiedliche Branchen vergeben Teilzeitstellen oder projektbezogene Aufgaben oft an fachbezogene Studenten. Wichtig bei solchen Jobs ist, dass sich der Umfang und die Arbeitszeiten mit der Vorlesungszeit vereinbaren lassen. Du solltest nicht eine Vorlesung schwänzen müssen, um bei der Arbeit punkten zu können. Deshalb achte bei der Suche nach einem geeigneten Job ruhig darauf, ob du deine Aufgaben eventuell auch von zuhause aus erledigen kannst.

Jobangebote über die Uni

Oft kooperieren Unternehmen mit Hochschulen und Universitäten bei der Suche nach Werkstudenten oder Praktikanten. Vorteil hier ist vor allem, dass die Arbeitszeiten häufig schon vor Beginn mit den Vorlesungszeiten abgestimmt werden, sodass du dir keine Sorgen machen musst, wichtigen Stoff zu verpassen. Außerdem sind die Angebote oft exklusiv für wenige Hochschulen, was den Bewerbungsprozess um einiges erleichtert, da ein Großteil der Konkurrenz wegfällt. Zudem kann es sein, dass die im Job erbrachten Leistungen auch im Studium angerechnet werden. Klingt fast zu gut, um wahr zu sein? Der Haken liegt oft bei der Bezahlung: die fällt bei solchen Projekten meist ganz weg oder hält sich in Grenzen. Dafür sind unter den teilnehmenden Unternehmen oft sehr große Namen zu finden.

Werkstudent

Zeitintensiv, aber erfolgsversprechend: bis zu 20 Stunden pro Woche kannst du neben dem Studium arbeiten, legst aber gleichzeitig den Grundstein für deine spätere Karriere. Als Werkstudent knüpft man wichtige Kontakte und übernimmt teilweise auch sehr viel Verantwortung. Pluspunkt ist auch die gute Bezahlung, wobei die natürlich auch nicht von irgendwoher kommt – Werkstudenten arbeiten in den Semesterferien oft Vollzeit und müssen sich beim Bewerbungsprozess erst einmal gegen viele Konkurrenten durchsetzen.

(Freelancer)

Die freiberufliche Tätigkeit steht deshalb in Klammern, weil hier die Aussichten auf Erfolg nur gering aussehen und ein enormer Arbeitsaufwand dahinter steckt: zum Einen benötigst du schon von vornherein wirklich viele gute Kontakte, um Aufträge an Land zu ziehen oder zu einem Projekt an einem Unternehmen hinzu gezogen zu werden. Du brauchst einen (guten!) Ruf und eine hohe Reichweite, damit mögliche Kunden überhaupt wissen, dass es dich gibt. Es ist also viel Zeit und Energie schon im Vorfeld zu investieren. Der Vorteil macht sich erst nach der vielen Arbeit bemerkbar: du bist dein eigener Chef – Zeitmanagement ist ganz dir überlassen (keine Überschneidungen mit wichtigen Seminaren oder Lernzeiten) und du baust dir ein weitreichendes Netzwerk auf, mit dem du nach dem Studium sehr gut ins Berufsleben starten kannst. Wichtig ist hier aber, zu betonen, dass es wirklich unsicher ist, ob alles so läuft wie du es dir anfangs vorstellst und sich der Aufwand tatsächlich gelohnt hat. Wäge also erst einmal ab, ob du dafür geeignet bist (Kannst du dich selbst motivieren? Hast du Zeit und Lust auf so viel Arbeit? etc.) oder nicht doch eine Anstellung besser geeignet ist.