Zu keinem Zeitpunkt des Jahres werden so viele neue Vorsätze gefasst, wie zum Jahreswechsel. Pünktlich um Mitternacht werden sich selbst und anderen Veränderungen versprochen und große neue Ziele ins Auge gefasst. Umso enttäuschender ist es, wenn einige Wochen später klar wird: Die Vorsätze sind nicht umzusetzen, die Ziele zu hoch. Meist liegt der Misserfolg schon in der Art der Zielformulierung. Es gibt ein paar leicht umzusetzende Tipps, die dir helfen, dich nicht selbst zu überfordern und deine Vorsätze für das neue Jahr erfolgreich umzusetzen.

Ein Blick zurück bringt dich nach vorne

Wenn du dir Änderungen in deinem Leben vornimmst, geht es meist darum, bestimmte Dinge künftig besser zu machen als bisher. Du bist unzufrieden mit deiner momentanen Situation und brauchst Veränderungen. In dieser Situation kann ein Rückblick in deine Vergangenheit hilfreich sein. Wann warst du zuletzt richtig gut drauf und das Lernen, die Arbeit oder der Sport ist dir leichtgefallen und du warst mit deinen Ergebnissen und deinem Lebensgefühl rundum zufrieden? Frage dich, wie und wo du zu der Zeit gelebt hast, welche Menschen haben dir gutgetan, wie hast du dich ernährt und auf deine Gesundheit geachtet? Was hat sich seither verändert? So findest du heraus, welche Lebensumstände du brauchst, um motiviert zu sein und deine Ziele angehen zu können.

Nicht zu viel auf einmal wollen

Große Vorhaben lassen sich in kleinere und gut erreichbare Teilziele unterteilen. Wohl überlegte Planung und ein gutes Bauchgefühl sind die besten Garanten für ein gutes Gelingen. Vermeide dabei überzogene Erwartungen an dich selbst und teile deine persönlichen Ziele zunächst nur mit Menschen, die dich bestärken oder dir ein Vorbild sein können. Sie geben dir zusätzlichen Rückenwind, deine Vorsätze für das neue Jahr erfolgreich anzugehen.

In der Gruppe kann es leichter fallen

Egal ob Einzelkämpfer oder Teamplayer – manche Dinge lassen sich gemeinsam mit anderen besser erreichen. Du hast dir vielleicht vorgenommen, im kommenden Jahr ein paar Kilo abzunehmen. Hier kann der regelmäßige Austausch in der Gruppe helfen. Die Mitglieder motivieren sich gegenseitig und helfen sich durch Diätkrisen. Und natürlich kann jeder gemeinsame Erfolg gefeiert werden und wieder neu anspornen. So eine Gruppe kann auch eine Lerngruppe oder Laufgruppe sein, die du mit Freunden oder Kollegen gründest.

Belohne dich selbst

Sei dir selbst immer ein guter Freund und betrachte deine kleinen Erfolge nicht zu kritisch, auch wenn du dir eigentlich mehr vorgenommen hattest. Belohne dich mit schönen Dingen, die du dir bereits im Vorfeld überlegt hast. Hast du beispielsweise deine Hausarbeit pünktlich abgegeben, ist jetzt ein lernfreies Wochenende erlaubt.

Selbstcoaching mit dem SMART-Modell

Um deine Selbstmotivation zu stärken, kannst du ein Tool aus dem professionellen Coaching anwenden. Mit dem sogenannten SMART-Modell formulierst du dein Ziel positiv und setzt es in Teilschritten um, die du jederzeit überprüfen kannst. Die Bedeutung dieses Modells kannst du dir leicht merken. S steht für ein spezifisches Ziel. Du setzt dir ein bestimmtes und konkretes Ziel. Wenn du im neuen Jahr mehr Sport machen möchtest, kannst du dir als spezifisches Ziel vornehmen, jede Woche eine Trainingseinheit im Fitnessstudio zu absolvieren. M heißt, dein Ziel muss messbar und überprüfbar sein. Hier kannst du ganz einfach jede Woche in deinem Terminkalender deinen Trainingsabend im Studio abhaken. A heißt, dein Ziel muss attraktiv sein, also positiv formuliert werden. Ein negativ formuliertes Ziel wäre: Ich will nicht mehr so schlapp und träge sein. Besser ist: Ich bin im Sommer fit und gut trainiert! R bedeutet, dein Ziel sollte realistisch sein. Würdest du dir also vornehmen, dreimal pro Woche zu trainieren und daneben auch noch jeden Morgen joggen zu gehen, wäre das vermutlich ein unrealistisches Ziel, das dich überfordern und frustrieren würde. Das T im SMART-Modell steht für Terminierung. Du solltest dein Ziel so formulieren, dass du es nach einem bestimmten Zeitraum überprüfen kannst. Am Ende eines Monats siehst du in deinen Kalender, wie oft du tatsächlich trainiert hast.

Gute Vorsätze können dich prima motivieren, neue Ziele in die Tat umzusetzen. Das gelingt am besten, wenn die neuen Vorsätze realistisch sind. Rückschläge kann es immer wieder geben. Das heißt aber nicht, dass du dein Ziel aufgeben solltest. Bleib geduldig mit dir selbst und überlege, wie du dich wieder neu anspornen kannst. Dann klappt es im neuen Jahr mit den guten Vorsätzen und neuen Zielen.