Findest du nicht auch, dass der Winter eine der schönsten Jahreszeiten ist? Dieses Gefühl, wenn die ersten Schneeflocken vom Himmel fallen und Weihnachten vor der Türe steht. Draußen wird es immer kälter und du machst es dir auf deiner Couch gemütlich. Bis schließlich alles weiß bedeckt ist und die Kinder anfangen, Schneemänner zu bauen. Genauso wie im Bilderbuch – eigentlich…

Wäre da nicht manchmal diese Lustlosigkeit, eine andauernde schlechte Stimmung und fehlende Energie machen das Ganze nicht erträglicher. Geht es dir hin und wieder auch so? Dann bist du damit nicht allein! Stimmungsschwankungen im Winter sind ganz normal. Bei vielen Menschen verstärkt sich dieser Gemütszustand im Laufe der Wintermonate. Verstärken sich diese Symptome kann man auch von einer vorübergehende Winterdepression sprechen. Das ist eine meist harmlose, saisonal auftretende Störung des Gefühlslebens. Aber keine Angst! Du kannst dem mit ganz einfachen Methoden entgegenwirken. Wir haben hier einige Tipps für dich zusammengestellt, die für eine extra Portion Antrieb in dieser kalten und grauen Jahreszeit sorgen können.

Es gibt unterschiedliche Gründe für das Auftreten einer Winterdepression. Die verschiedenen Effekte des Winters bringen unseren Körper ganz schön durcheinander. Kurze Tage und längere Nächte führen zu einem deutlichen Mangel an Tageslicht. Hierdurch wird die Produktion von Serotonin im Körper gesenkt. Einfacher ausgedrückt: Es mangelt in unserem Körper am wichtigsten Neurotransmitter für die Stimmungsregulierung, was zu Stimmungsstörungen führen kann. Der Lichtmangel sorgt außerdem für eine Veränderung unserer Hormonproduktion und unser gewohnter Tagesrhythmus wird gestört. Der Körper drängt dadurch in einen Schlafmodus umzuschalten. Übermäßige Müdigkeit und wiederum schlechte Laune sind die Folge. Die Kälte in dieser frostigen Jahreszeit verstärkt den gesamten Effekt.

Zunächst einmal gilt es aber zu klären, woran du eine Winterdepression erkennst. Denn nicht jeder, der im Winter einmal antriebslos ist, leidet automatisch darunter. Typische Symptome dieser Krankheit sind:

  • Allgemeine Lustlosigkeit
  • Energiemangel
  • Unausgeglichenheit
  • Gereiztheit
  • Gedrückte Stimmung
  • Antriebslosigkeit
  • erhöhter Appetit
  • Vernachlässigung sozialer Kontakte und der eigenen Person

Abhängig von der Symptomstärke, kann auch von einem „Winterblues“ die Rede sein. Dieser gilt als die harmlosere Version der Winterdepression. Beide Depressionsformen sollten jedoch ernst genommen werden.

Wir haben uns diesen Problemen angenommen und eine ganze Reihe an Tipps für dich zusammengestellt. Folgende einfache Methoden helfen dir dabei, eine Winterdepression vorzubeugen oder gar zu bekämpfen. So kannst du die Schönheit des Winters in vollen Zügen genießen, ganz ohne schlechte Stimmung und Lustlosigkeit.

1. Mehr Licht für eine gute Laune

Wie du schon mitbekommen hast, ist der Mangel von Licht eine relevante Ursache für das Auftreten der Winterdepression. Deshalb solltest du so viel vom natürlichen Tageslicht mitnehmen, wie nur möglich. Verbringe viel Zeit in der Natur oder lasse viel Licht durch all deine Fenster. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass die Aufnahme von Licht für eine bessere Stimmung sorgen kann. Für Menschen mit einem Bürojob ist oftmals schon die Verwendung der richtigen Schreibtischlampe hilfreich. Zum Beispiel solltest du eine blaue Lichtfarbe wählen, da diese dem Tageslicht ähnelt und dich wachhält. Mehr interessante Tipps zum Thema Konzentrationssteigerung durch die richtige Beleuchtung, findest du hier in unserem letzten Blogartikel.

2. Halte dich fit

Wir neigen im Winter dazu, viel Zeit zu Hause zu verbringen, dadurch bewegen wir uns deutlich weniger, als im Sommer. Bewegung macht nicht nur unseren Körper fit, sondern setzt auch wichtige Wohlfühlbotenstoffe im Gehirn frei. Sport zu machen lohnt sich also doppelt. Du hast die Möglichkeit deine sportlichen Aktivitäten nach draußen zu verlagern? Noch besser! Suche dir also eine schöne Joggingroute im Außenbereich aus, nutze Trimm-dich-Pfade oder mache deine Dehnübungen im Garten.

3. Schlafe ausreichend

Achte auf regelmäßige Weck- und Schlafzeiten. So stabilisierst du deine Energie. Du solltest dabei auf deinen Körper hören und einen für dich unnatürlichen Schlafrhythmus vermeiden. Weder zu frühes Aufstehen, noch übermäßig langes Schlafen sind hilfreich.

4. Spare deinen Energieverbrauch

Das Stichwort „Energie“ führt uns nun zum vierten Tipp: Verschwende sie nicht. Denn manchmal lohnt es sich schlichtweg nicht, sie aufzuwenden. Vermeide zum Beispiel giftige Menschen und setze persönliche Grenzen. Mit anderen Worten: Umgebe dich mit Menschen, die dir guttun.

5. Achte auf deine Essgewohnheiten

Eine ausgewogene Ernährung trägt ebenfalls zu einer besseren Stimmung bei. Plane Obst und Gemüse fest in deine Mahlzeiten ein. Tricky hierbei ist, dass die Winterdepression das höhere Verlangen nach Süßem zur Folge hat. Lass dich davon nicht verleiten, setze daher besser auf Proteine und Ballaststoffe.

Fazit

Die richtige Gestaltung deines Alltags hilft dir dabei, gegen eine Winterdepression anzukämpfen. Genieße möglichst viel Tageslicht, treibe Sport und achte auf deine Essgewohnheiten. Verbringe außerdem Zeit mit Menschen, die dir guttun und sorge für optimale Weck- und Schlafzeiten.

Du kannst also mit wenigen Mitteln, sehr viel für dein Wohlbefinden tun. Die meisten dieser Tipps sind unkompliziert umzusetzen und du wirst du von ihrer Wirkung überrascht sein. Es ist wichtig, aktiv gegen eine Winterdepression vorzugehen. Damit schützt du dein Sozialleben, dein Selbstwertgefühl und deine Lebenslust. Nun weißt du, wie du deinen Winter möglichst positiv gestalten kannst.