Bilder, auf denen man betrunken auf dem Tisch tanzt oder halbnackt im Bikini am Strand posiert, gehören nicht auf Facebook – zumindest nicht, wenn sie für jeden sichtbar sind. Um diesen Fakt weiß mittlerweile fast jeder. Wer sich auf sozialen Netzwerken rumtreibt und dennoch einen Job möchte, muss aufpassen was für Informationen er online stellt, was für Bilder er hochlädt und was er so von sich gibt in seinen Statusupdates. Bis es dann ernst wird und die Zukunftsplanung beginnt, wird das meistens etwas vernachlässigt.
Während in der Bewerbungsphase fleißig die Privatsphäreeinstellungen geändert werden und alle Alben nach und nach verschwinden, wird häufig ein kleines – aber entscheidendes! – Detail übersehen: das Profilbild.

Geschlechterspezifische Unterschiede

Besonders Frauen haben in der Hinsicht leider den Kürzeren gezogen: eine Studie der Oregon State University zeigte, dass Frauen, die aufreizende oder freizügige Bilder von sich hochladen, als weniger kompetent eingestuft werden. Dies gilt nicht nur im Hinblick auf berufliche Fähigkeiten, sondern auch im Bezug auf soziale Kompetenzen. In der Studie wurde die Frau im enganliegenden, roten Kleid mit tiefem Ausschnitt tatsachlich auch als dümmlicher eingeschätzt.
Frauen hingegen, die eher natürlich und weniger sexy in ihren Bildern auftreten, werden, vor allem von anderen Frauen, als sozial umgänglicher und freundlicher angesehen.
Zwar weckt Attraktivität Sympathien, denn man traut schönen Menschen einfach mehr zu, doch an dieser Stelle ist es besser, weniger auf sexuelle Reize zu setzen, denn diese wirken anzüglich und überschatten den Eindruck von Kompetenz. Hier ist es besser, auf Natürlichkeit zu setzen.

Bitte Lächeln!

Lächeln wirkt in der Regel immer am besten, vor allem, wenn die Zähne dabei sichtbar sind. Wichtig ist auch, dass Blickkontakt zum Betrachter des Bildes herrscht. Hier jedoch die Augen nicht zu weit aufreißen und auch nicht zu weit zusammenkneifen. Ein offener und natürlicher Blick zeugt von Selbstsicherheit und Kompetenz.

Grundsätzlich gilt bei der Wahl des Profilbildes: mehr ist manchmal doch mehr. Beispielsweise bei der Wahl des Outfits, nicht aber beim Schmuck. Ein freundliches, offenes Lächeln wirkt ansprechender als der verruchte Blick über die Schulter.