Keine Lernmotivation – wer kennt es nicht? Man sitzt vor dem Laptop oder den Hausaufgaben und starrt lieber die Wand an, als sich produktiv mit der Arbeit auseinanderzusetzen. Dabei steht schon bald die nächste Klausur oder der Abgabetermin vor der Tür.

Wenn es dir schon immer schwergefallen ist, von zu Hause aus zu arbeiten, dich aufzuraffen und an den Schreibtisch zu setzen, dann wirst du es in Zeiten von COVID-19 nicht einfacher haben. Aber keine Sorge: du bist nicht allein! Viele Schüler und Studenten, aber auch Angestellte und Selbstständige müssen gerade auf Grund der Corona Pandemie von zu Hause aus lernen oder arbeiten.

Jetzt heißt es nicht zu verzweifeln, sondern den Stier bei den Hörnern zu packen. Wir zeigen dir, wie du auch zu Hause die richtige Arbeits- oder Lernmotivation aufbringen kannst, denn mit den richtigen Tipps kommt die Motivation von ganz allein.

Der Endgegner – was sind deine Motivationskiller?

Um deinen inneren Schweinehund zu überwinden, musst du zuerst herausfinden, was dich überhaupt daran hindert mit der Arbeit loszulegen oder dir die Motivation zum Lernen raubt.

  1. Ausreden
    Lass dich nicht von einem schlechten Tag demotivieren. Niemand nimmt es dir übel, wenn du mal nicht vor Motivation strotzt. Kleine Motivationstiefs oder ein unproduktiver Tag sind normal. Wichtig ist, dass du es nicht zur Ausrede werden lässt. Versuch dir trotzdem kleinere Ziele für den Tag zu setzen und ihn nicht ganz untätig verstreichen zu lassen.

  2. Soziale Medien
    Leg dein Handy am besten während deiner Lernzeit weg! Es bringt dir nichts, wenn du durch Instagram scrollst und siehst wie deine Freunde gerade die neueste Netflixserie anschauen. Deine Motivation wird dadurch ganz bestimmt nicht größer und es fällt dir umso schwerer endlich mit dem Lernen loszulegen.

  3. Zu viel Druck wegen schlechtem Zeitmanagement
    Der Tag erscheint noch viel aussichtsloser, wenn die Zeit davonrennt, weil du die Aufgabe immer weiter vor dir hergeschoben hast. Versuche ungeliebte Aufgaben, gleich als erstes zu erledigen. Das erspart dir unnötigen Stress, gibt dir ein besseres Gefühl und motiviert dich für die restlichen Aufgaben.

  4. Glaub an dich selbst!
    Scheiter nicht an mangelndem Selbstvertrauen oder deinen Zweifeln. Vertraue auf dich und deine Stärken. Auch die schlimmsten Tage hast du immer überstanden. Und stell dir vor, wie gut es sich anfühlt, wenn das Lernen oder die Arbeit hinter dir liegt und du alles erledigt hast, was du dir vorgenommen hast.

3, 2, 1 – Los!

Während du auf der Suche nach immer neuen Ausreden bist, um das Lernen oder die Arbeit nochmal um 10, 20, 30 Minuten aufschieben zu können – leg einfach los! Klar, aller Anfang ist schwer, aber das Gefühl der Erleichterung, wenn die Arbeit endlich hinter dir liegt, wird unbezahlbar sein.

Hier sind 10 Tipps für dich, wie du die Lernmotivation aus dir herauskitzeln kannst.

  1. Fremdbestimmtheit
    So lange du das Gefühl hast, nur fremdbestimmt zu sein und nur das zu machen was andere von dir wollen, wirst du nie genügend Spaß oder Motivation empfinden, deine Aufgaben zu erledigen. Klar, absolute Freiheit gibt es in der Schule, der Uni oder im Job nie. Aber denk immer daran, dass du die ganze Schufterei auch für dich machst. Der gute Abschluss, die gute Note oder eine gute Bewertung im Job ist dein Verdienst und das machst du für dich. Behalt das immer im Hinterkopf, wenn du dich über die viele Arbeit aufregst.

  2. Selbstgespräche
    Ja, das ist ernst gemeint! „Tschakka – das schaffst du!“ So ein Spruch klingt zwar eher nach einer Höflichkeitsfloskel, aber wenn du es zu dir selbst sagst, kann es wahre Wunder wirken. Wer sich selbst anfeuert und motiviert, vertreibt negative Gedanken und verbessert die eigene Leistung deutlich. Also führe Selbstgespräche, feuere dich an und sprich dir lautstark Mut zu.

  3. Sackgassen
    Sackgassen begegnen dir beim Lernen bestimmt immer wieder. Wichtig ist nur, dass du deine frisch gewonnene Motivation zum Lernen davon nicht kaputt machen lässt! Frag deine Mitschüler oder Kommilitonen nach Hilfe. Oder versuch dir mit YouTube selbst auf die Sprünge zu helfen. Dort gibt es mittlerweile zu fast jedem Thema tolle Lern- und Erklärvideos. Wenn das alles nichts hilft, leg eine kleine Pause ein oder mach mit etwas anderem weiter. Wenn du dein Problem mit etwas Abstand nochmal neu angehst, klappt es manchmal viel besser.

  4. Ziele
    Setz dir realistische Ziele, an denen du dich orientieren kannst. Das hilft besonders, wenn du wirklich starke Probleme hast die richtige Lernmotivation aufzubringen. Mach dir einen Plan, welche Inhalte du wann lernen willst und versuche dich daran zu halten. Nach jedem abgeschlossenem Lernabschnitt kannst du dir eine Belohnung für dich überlegen. Zum Beispiel kannst du nach jeder beendeten Lernsession für 15 Minuten durch Instagram scrollen. Bevor du dich vor deinen Lernsessions in den Sozialen Medien verlierst und eine Motivation zum Lernen in immer weitere Ferne rückt – leg gleich los und belohne dich im Nachhinein mit etwas Zeit im Internet.

  5. Pausen
    Das passt auch gut zu Punkt 3: Wenn du irgendwo nicht weiterkommst oder an einem Punkt stecken bleibst, leg eine kleine Pause ein! Tu etwas für dich, das dir guttut. Meditier eine Runde oder mach ein kleines Homeworkout. Sport wirkt sich positiv auf deine Lernmotivation aus, verbessert die Laune und macht dich produktiver. Nach so einer Auszeit findest du bestimmt mehr Motivation zum Lernen.

  6. Vorbereitung
    Um dir die Lernmotivation für den nächsten Tag zu erleichtern, bereite heute schon die nächste Lernsession für morgen vor! Mach es dir zur Gewohnheit, die benötigten Materialien herauszusuchen, eine To Do Liste zu scheiben und mögliche Fragen zu notieren, die entstanden oder offengeblieben sind. Dadurch, dass du am nächsten Tag schon genau weißt, was zu tun ist und dein Arbeitsmaterial schon bereit liegt, musst du nur noch die Energie aufwenden, um dich hinzusetzen und anzufangen!

  7. Rituale
    Rituale stärken dein Durchhaltevermögen! Gerade wenn du von Zuhause aus lernst, werden Lernerfolge nicht sofort sichtbar. Dadurch entsteht Ungewissheit und Demotivation. Um das zu vermeiden, solltest du deine kleinen Erfolge feiern und honorieren. Streich auf deinem Lernplan durch, was du heute schon alles geschafft hast. Das gibt dir ein Erfolgsgefühl und deine erreichten Ziele werden für dich realistischer. Überflieg auch nochmal den Stoff oder deine Aufgaben, die du dir heute erarbeitet hast. Du wirst erstaunt sein, wie der Berg, der dir am Anfang so unbezwingbar erschien, geschrumpft ist! Außerdem werden dir die erarbeiteten Inhalte viel vertrauter sein.

  8. Humor
    Wir wissen alle, dass unsere Sprache ein sehr mächtiges Werkzeug ist. In unserem Denken und Handeln werden wir meist von Wörtern beeinflusst. Das kannst du für dich nutzen, um deine Lernmotivation zu steigern und deine Sprachgewohnheiten zu durchbrechen. Bekommst du bei den Wörtern „Schreibtisch“, „lernen“, „Lernplan“, „Homeoffice“ und „Universität“ schlechte Laune? Dann ersetz diese Wörter doch einfach durch angenehmere! Auf diese Weise förderst Du eine positive Einstellung gegenüber diesen Aktivitäten. Mit Humor lässt sich alles leichter ertragen, auch die unangenehmen Sachen.
    Das funktioniert am besten mit selbst ausgedachten Wörtern, hier sind ein paar Vorschläge:

    “Ich muss lernen” wird zu:

    Ich gehe…

    – … auf die Insel.
    – … an den Strand.
    – … auf meine Yacht.

  9. Verbündete
    Deine Motivationsschwierigkeiten bekommst du besser in den Griff, wenn du aufhörst ein Einzelkämpfer zu sein. Such dir stattdessen Lernpartner! Eine Lerngruppe kann sich sehr positiv auf deine Motivation zum Lernen auswirken, denn die Gruppendynamik sorgt dann dafür, dass ihr produktiver und konsequenter lernt und arbeitet als vorher. Außerdem werden eure gemeinsamen Lernsessions verbindlicher, weil ich euch gegenseitig aufeinander verlasst und euch bei Problemen helfen könnt.

  10. Stay positve!
    Auch wenn uns die Selbstquarantäne, das Homeschooling oder Homeoffice vor      neue Herausforderungen stellt, denk immer daran: man lernt nie aus! Wir wachsen an unseren Aufgaben und wer weiß, was die Zeit zu Hause für positive Seiten mit sich bringt. Wenn du ein Erfolgserlebnis hast, weil das Lernen zu Hause immer besser funktioniert, vielleicht bekommst du ja auch Lust in deiner Freizeit neue Sachen zu lernen und dir Zeit zu Hause wirklich effektiv für DICH zu nutzen. Du kannst eine neue Sprache lernen, ein Instrument oder etwas Handwerkliches. Die Möglichkeiten sind endlos, du musst sie nur nutzen!