Die größte Hürde ist genommen: du wurdest zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Jetzt ist es besonders wichtig, einen guten Eindruck zu hinterlassen und ja keine Fehler zu machen. In welche Fettnäpfchen (leider) noch immer viele Bewerber treten, und was du daraus lernen kannst, erfährst du jetzt.

„Zu wem muss ich nochmal?!“
Seinen Ansprechpartner zu vergessen ist wohl der am einfachsten vermeidbare Fehler, der einem unterlaufen kann.  Um die peinliche Situation zu vermeiden, dass die Empfangsdame durch die ganze Personalabteilung telefoniert, um die richtige Person zu finden, musst du einfach nur die Einladung, die du zuvor erhalten hast, zum Termin mitnehmen. So kannst du dich jederzeit noch einmal vergewissern, wohin du musst.

„Äh, ihr macht doch was mit Computern oder so!“
Das A und O eines guten Bewerbungsgesprächs ist die Vorbereitung. Sich nicht über das Unternehmen und dessen Philosophie zu informieren, zeugt von mangelndem Interesse und schießt einen schnell ins Aus.

„Si, äh, yo spreche (?) español!“
Richtig peinlich wird’s, wenn die eigenen, kleinen Lügen während des Bewerbungsgesprächs auffliegen. Klar, das bisschen Spanisch, das man vor zig Jahren in der Schule hatte, kann man schon mal als „fließend“ angeben. Dumm nur, wenn der Personalchef Spanisch spricht und das Gespräch gern auch so fortsetzen würde. Grundsätzlich gilt: Kenne deine Unterlagen! Und vor allem: Sei darauf vorbereitet, was deine Angaben für Folgen haben könnten.

„Ich bin zu perfektionistisch und mein Ehrgeiz macht mich manchmal ungeduldig.“
Solche Standardaussagen sind abgedroschen und ziehen schon lang nicht mehr. Sie haben eher den gegenteiligen Effekt und sorgen für Minuspunkte. Mit diesen Sätzen beweist du, dass du dich nicht wirklich mit den Anforderungen und deinen Fähigkeiten auseinander gesetzt hast, sondern es dir leicht machen wolltest.

„Eine Frage hätt ich tatsächlich noch: Wie schaut’s eigentlich mit meinem Gehalt aus?“
Schlimmer als am Ende des Gesprächs gar keine Fragen zu haben, was von mangelndem Interesse zeugt, ist, nur Fragen zum Gehalt zu stellen. In der Regel wird dieses Thema vom Unternehmen aufgegriffen, sodass du diese Frage nicht einmal stellen musst. Sollte dies beim Vorstellungsgespräch jedoch nicht der Fall sein, stell die Frage erst beim zweiten oder dritten Gespräch. Andere Fragen jedoch kommen immer gut an, wobei es auch hier viel zu beachten gibt. Stell nicht unnötige Fragen, deren Antworten bereits vorher gefallen sind. Halte dich außerdem eher an inhaltliche Fragen, statt nach der Unternehmensstruktur zu fragen. Erkundige dich zum Beispiel nach deiner Abteilung, der Einarbeitung oder den Aufstiegsmöglichkeiten.

Zusätzlich sollten auch Fehler wie Unpünktlichkeit, zu große Schüchternheit – oder zu viel Selbstbewusstsein – und unangemessene Kleidung natürlich unbedingt vermieden werden.