Wie oft nehmen wir Zustände als gegeben hin, weil wir Angst vor dem potenziellen Fehlschlag haben, wenn wir etwas verändern? Das kann die Angst vor dem Eingeständnis sein, dass man in seinem Job unglücklich ist und sich einen neuen suchen sollte. Aber auch bei der Bedienung das kalte Essen zurückgehen zu lassen, kann einen in Panik versetzen. Nur selten bewegen wir uns aus unserer Komfortzone heraus. Komfort bedeutet nicht nur, sich rundum wohlzufühlen. Komfort ist auch, unzufrieden zu sein, aber die Furcht vor der Veränderung ist einfach zu groß. Wer es trotzdem schafft, die eigenen Grenzen zu überschreiten, der wird schnell merken, dass man damit großartige Erfolge erzielen kann.

Unsere Komfortzone verlassen wir immer dann, wenn wir Neues kennenlernen. Überwindung bedeutet, die eigenen Ängste zu erkennen und trotz der Angst zu handeln, wenn es um ein höheres Ziel geht. Für eine eher zurückhaltende Person kann es schon zur Überwindung werden, einfach mal auszugehen. Andere Menschen müssen sich überwinden, um die eigenen Interessen durchzusetzen oder lautstark zu sagen, was sie wollen. So oder so – es ist nicht einfach, sich zu überwinden. Wäre es einfach, würde es ja jeder machen. Aber es lohnt sich. Denn wenn man sich überwunden hat, dann kommen Stolz, Selbstvertrauen und das Gefühl, das eigene Leben in der Hand zu haben.

Schritt 1 zur Selbstüberwindung lautet: Setze dir Deadlines!
Das Abi ist geschafft, die Sommerferien beginnen. Genau die richtige Zeit für einen Ferienjob. Dabei gilt: rechtzeitig Bewerbungen schreiben. Das Problem hierbei ist oftmals gar nicht das Bewerbungsschreiben an sich, sondern das, was darauffolgt: Bewerbungsgespräch, Probearbeiten und im schlimmsten Fall bekommst du den Job auch noch! Denn das bedeutet nämlich, dass du dich an neue Kollegen gewöhnen und Aufgaben erledigen oder Probleme lösen musst. Kurz gesagt: Du musst zeigen, was du auf dem Kasten hast. Den meisten macht das so sehr Angst, dass die Bewerbungen niemals geschrieben, geschweige denn abgeschickt werden. Also setze dir Deadlines! Stecke dir einen genauen Zeitrahmen, indem deine Bewerbung abgeschickt wird. Und wenn eine Rückmeldung kommt, dann freu dich doch. Jeder fängt irgendwo mal neu an und niemand hat von Anfang an Erfahrung in allem.

Schritt 2: Beziehe Andere mit ein!
Die guten alten Neujahrsvorsätze, jeder kennt sie und jeder versucht, sie einzuhalten. Oft behält man seine Ziele und Vorhaben aber für sich. Wenn niemand weiß, was du dir vornimmst, ist der Reiz oft groß, einfach aufzugeben. Der beste Weg ist, seine Vertrauten miteinzubeziehen und ihnen zu sagen, was man sich wünscht oder was man ändern will. Dann können dich deine Liebsten in dem, was du tust, unterstützen.

Schritt 3: Mach dir bewusst, wofür du deine Komfortzone verlässt!
Wenn du dir dein Ziel vor Augen hältst, wird es dir viel leichter fallen, dich zu überwinden. Willst du deinen Chef nach einer Gehaltserhöhung fragen, dann musst du dir bewusst machen, wofür du deine persönlichen Grenzen überschreitest. Ohne Fragen gibt‘s nicht mehr Geld. Wenn das, was du dir vornimmst, nicht klappt, ist das auch kein Weltuntergang. Schlimm ist aber, sich immer zu fragen „Was wäre, wenn…?“

Es lohnt sich nicht nur deshalb, seine persönlichen Grenzen zu überschreiten, da man dadurch seine Ziele erreichen kann. Konfrontiert man sich immer wieder mit neuen Situationen und überwindet seine Ängste, dann steigt das eigene Selbstbewusstsein enorm. Man wird selbstsicherer, vertraut auf seine Fähigkeiten und wird dadurch auch immer selbstständiger. Überwindet man sich letztlich selbst, kann man seine persönlichen Grenzen verschieben. Denn deine Grenzen werden nicht von äußeren Einflüssen bestimmt, sondern von deinen Ängsten und Gewohnheiten. Hier kannst du ansetzen, um etwas zum Positiven zu verändern.