Sich ins richtige Licht zu rücken, kann für viele zur Herausforderung werden. Du arbeitest hart, bist engagiert und am Ende des Tages erhält dein Kollege das Projekt, auf das du es schon so lange abgesehen hast. Jeder kennt diese Situation. Doch wieso ist dein Kollege so ein Überflieger und du nicht, obwohl du mindestens genauso talentiert bist? Ganz einfach – er nutzt eine kleine Raffinesse, die du noch nicht kennst: Self-Marketing! Sei es bei einer Bewerbung, einer Beförderung oder auch im Privatleben – Selbstvermarktung gehört zum guten Ton. Im ersten Moment könnte man jetzt denken: „Leichter gesagt als getan.“ Aber Self-Marketing ist gar kein großes Hexenwerk.

Sei selbstbewusst!
Du bist kompetent und das weißt du auch. Das Problem ist aber, dass die anderen es nicht wissen. Trete selbstbewusst auf und betone deine Stärken. Dein Gegenüber kann nur von dir überzeugt sein, wenn du es auch bist. Vergesse dabei aber nicht, authentisch zu bleiben. Du musst dich nicht verstellen, um erfolgreich zu sein. Jeder Mensch hat unterschiedliche Eigenschaften und Fähigkeiten, die repräsentativ für ihn sind. Diese gilt es, herauszuarbeiten und bewusster als bisher zu betonen.

Kenne deine Stärken und setze dir Ziele!
Um dein Können hervorzuheben, musst du dir erstmal deiner eigenen Stärken bewusst werden. Denke über dich nach und reflektiere, wo deine Vorzüge und Mängel in den Bereichen Persönlichkeit, Fähigkeiten und Kenntnisse liegen. Was sind deine Ziele und was willst du überhaupt erreichen? Wenn du dir dessen bewusst bist, dann sag ganz offen und konkret, was du willst. Vermeide dabei Formulierungen wie „vielleicht, eventuell, eigentlich, etc.“ Nur wer weiß, was er will, kann sein Handeln an seine Bedürfnisse anpassen.

Feiere deine Erfolge!
Stolz ist nicht gleich Arroganz. Es ist äußert wichtig, selbstsicher zu sein und zu feiern, was man erreicht hat. Immerhin steckt hinter jedem Erfolg harte Arbeit. Feierst du im Stillen, riskiert du, dass niemand etwas von deiner Leistung mitbekommt und im schlimmsten Fall dein Kollege Lob für deinen Verdienst einheimt. Stolz ist aber mit Vorsicht zu genießen. So ein Höhenflug kann nämlich auch schnell nach hinten losgehen. Sich selbst zu loben, erfordert Fingerspitzengefühl.

Sei nicht unsichtbar!
Es ist ganz logisch, dass deine Kollegen dir immer vorgezogen werden, wenn dein Chef nicht einmal weiß, dass du überhaupt existierst. Dazu gehört nicht nur, sich ab und an bei Veranstaltungen der Firma blicken zu lassen, sondern ebenso Kontakte zu knüpfen und Beziehungen zu pflegen. Es bringt dir nicht viel, dich mit vollem Arbeitseinsatz in Aufgaben zu stürzen, wenn am Ende niemand weiß, wer die Leistungen erbracht hat. Vielleicht hat dein Chef bei der nächsten Beförderung dann endlich auch dich auf dem Schirm.

Bringe deine Ideen an den Mann!
Dein Chef wartet nur darauf, dass einer von euch endlich mal wieder mit einer guten Idee um die Ecke kommt. Also trau dich! Wenn du tolle Einfälle für Projekte, die Teamatmosphäre oder sonstige Aufgaben hast, dann nichts wie los. Überlege dir aber genau, wie du deine Idee verkaufen willst, bevor du sie deinem Vorgesetzten präsentierst. Ansonsten geht der Schuss schnell nach hinten los und du verpatzt eine tolle Chance.

Stehe für dich ein!
Niemand nimmt Rücksicht auf die leisen Stimmen. Trau dich, deine Meinung durchzusetzen. Formuliere klar und deutlich, was du willst und was du gut findest – sei es bei der Planung eines Projekts oder bei der Bitte nach einer Gehaltserhöhung. Von alleine fliegt niemandem etwas zu – wieso auch? Sei dir aber im Klaren, was du fordern kannst und wo die Grenzen liegen.

Reflektiere dein Verhalten!
Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Selbstvermarktung. Teste dich im Self-Marketing ein wenig aus und reflektiere am Ende des Tages, was du gut gemacht hast und was verbesserungswürdig ist. Es gibt allerlei Möglichkeiten, sich in Szene zu setzen und du musst die Methoden finden, die für dich am besten funktionieren.

Übe deinen Auftritt!
„Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“, wie man so schön sagt. Wenn du weißt, dass du Schwierigkeiten in Sachen Rhetorik hast, dann übe doch einfach! Sicheres Auftreten, überzeugendes Sprechen und gute Reden halten zu können sind absolute Kernkompetenzen im Self-Marketing.

Denk positiv!
Klingt abgedroschen – ist aber wahr. Erfolg beginnt im Kopf – angefangen damit, sich Ziele zu setzen und auf sein Können zu vertrauen. Natürlich geht dabei auch hin und wieder etwas schief. Aber man kann auch dadurch überzeugen, wie man mit Problemen umgeht – durch konstruktive Lösungsvorschläge zum Beispiel. Um erfolgreich zu sein, muss man selbstsicher auftreten und versuchen, die Situation zu meistern. Gerade in Krisenzeiten zeigt sich, wer konstruktiv, aktiv und verantwortungsvoll ist.

Self-Marketing ist eine Kunst, die es zu erlernen gilt. Das erfordert zwar viel Fingerspitzengefühl, aber es ist machbar! Wichtig ist, dir immer wieder vor Augen zu führen, dass es eine Frage der inneren Einstellung ist. Stell dein Licht nicht unter den Scheffel und betone das, was du am besten kannst: deine Stärken! Trittst du selbstsicher auf, traust dich und nutzt deine Chancen, bist du schon bald ein echter Profi in Sachen Selbstvermarktung.