Die romantische Vorstellung von Studenten, die in kleinen WG-Zimmer auf nichts außer einer Matratze schlafen und ihre Studienzeit damit verbringen, sich in ihrer vielen Freizeit wertvolle Erinnerungen mit niedrigstem Budget und Low-Cost-Partys zu schaffen, während sie ihren Horizont erweitern und über das Leben philosophieren, ist schon lange veraltet und überholt.

Einnehmende Studienpläne, hohe Mietkosten und überteuerte Preise beim Weggehen sind die Realität. Neben wachsenden Ansprüchen von Seiten der Eltern und zukünftigen Arbeitgebern, sind auch die Anforderungen an die Freizeitgestaltung unter den Studenten gestiegen. Da heißt es für viele: Zähne zusammenbeißen und auf Jobsuche gehen.
Wir haben dir einige Tipps zusammengestellt, wie du es schaffst, neben Kellner- und Kassiererjob dein Studium nicht zu vernachlässigen und gleichzeitig auch etwas Zeit für dich zu haben.

Überarbeite dich nicht!
Maximal 20 Stunden die Woche sind mehr als genug, um besser über die Runden zu kommen. Wenn dich deine Nebentätigkeit zu sehr vereinnahmt, hast du weder Zeit für die Bewältigung deines Lernpensums, noch für entspannende Auszeiten. Und wer möchte schon, wegen eines Nebenjobs, seine Studienzeit verlängern? Bevor du dich also um eine Stelle bewirbst, solltest du dir, anhand deines Vorlesungsplans, genau überlegen, wie viel für dich machbar ist (Schummeln gilt nicht – sei realistisch!).

Job und Studium überschneiden sich nie!
Sorg dafür, dass du nie (!!) zu der Zeit arbeitest, zu der du eigentlich im Hörsaal sein solltest. Das Geld kann noch so knapp sein – Studium geht immer vor (je mehr du verpasst, umso länger studierst du, umso länger musst du überhaupt einen Nebenjob machen!). Teile dir also genau ein, an welchen Tagen du arbeitest und welche Tage ausschließlich dem Lernen gewidmet sind. Wichtig hierbei: Man kann auch dem Arbeitgeber mal Nein sagen, du bist schließlich nur eine Hilfskraft!

Mach auch mal ´ne Pause!
So wichtig es dir auch ist, alles unter einen Hut zu bekommen und genug Geld zu verdienen, während du trotzdem alle Prüfungen meisterst – jeder Mensch braucht Zeiten, in denen er sich entspannen kann. Nimm dir mindestens einen Nachmittag die Woche nur für dich selbst und deine Hobbies, denn ohne einen geeigneten Ausgleich, wird dir der ganze Stress schnell über den Kopf wachsen.

Tu was Sinnvolles!
Wenn sich dir die Möglichkeit bietet, nimm einen Job an, der zu deinem Studiengang und deiner gewählten Fachrichtung passt. So schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe: du sammelst wertvolle praktische Berufserfahrung (liest sich hervorragend im Lebenslauf!) und verdienst dir zusätzlich noch ein wenig Taschengeld. Ein weiterer Vorteil davon ist, dass dir dein Nebenjob in diesem Fall zweifellos Spaß macht und du kaum merkst, wie viel du eigentlich arbeitest.

Es gibt bei der Wahl des Nebenjobs also viel zu beachten. Doch wenn du einmal den Dreh raus hast, fällt es dir leicht, deine Verpflichtungen mit Bravur zu meistern, ohne dass du dir und deinen Bedürfnissen zu wenig Aufmerksamkeit schenkst.