Belastbarkeit ist das neue Trendwort, das in jeder Bewerbung stehen sollte, die eine Chance haben will. Wer das nicht ist, hat bei zahlreichen (Personal-)Chefs schlechte Karten. Aber was bedeutet es eigentlich belastbar zu sein? Gilt das nur für Leute, die einfach aus dem Stehgreif zehn Kilometer ohne zu schwitzen joggen können oder trifft das auf Leute zu, die auch ruhig bleiben, wenn zehn Leute sie gleichzeitig etwas fragen? Wer einen leitenden Angestellten danach fragt, wird allerdings auch keine genaue Definition bekommen, denn die gewünschte Belastbarkeit soll sowohl körperlich wie seelisch und emotional sein. Kurz gesagt, die Arbeitgeber wünschen sich Mitarbeiter, die jederzeit 110 Prozent geben können. Aber ist das überhaupt möglich jeden Tag und jede Stunde ein Überflieger zu sein? Es gibt tatsächlich einige Dinge, die du machen kannst, um deine eigene Belastbarkeit im Alltag nachhaltig zu steigern und besser mit den Anforderungen im Beruf wie auch privat fertig zu werden.

Was genau ist die vielzitierte Belastbarkeit?

Für einen Arbeitgeber ist ein belastbarer Mitarbeiter jemand, der unter Stress zur Bestform aufläuft und ohne Überstunden nicht glücklich ist. Am besten jemand, der mit seinem Job verheiratet ist. Für ein Unternehmen stellt sich diese Einstellung als Vorteil da und daher versuchen immer mehr Mitarbeiter zur reinen Arbeitsbiene zu werden, um ihre Karriere in Gang zu halten. Allerdings kommt jeder Mensch an den Punkt, an dem er merkt, dass ein so hell strahlendes Licht mehr Energie verbraucht und daher auch schneller erlischt, wenn die Energie nicht nachgeliefert wird. Es ist jedoch möglich, dass du zu einem Dauerbrenner wirst ohne dich dabei restlos zu verausgaben. Jeder Mensch kann seine Belastbarkeit steigern und einen gesunden Weg finden, um den heutigen Anforderungen im Berufsleben wie auch im privaten Bereich gerecht zu werden.

Körperliche Fitness steigert die psychische Belastbarkeit

Wer sich belastbarer machen will, denkt im ersten Moment vielleicht daran, durch Yoga oder ähnliche Trainingsmethoden psychisch neue Kraft zu schöpfen. Allerdings übersehen die meisten Menschen, dass sportliche Aktivitäten nicht nur die körperliche Fitness stärken, sondern auch einen starken Einfluss auf deine Psyche haben. Wenn du dich ein oder zweimal in der Woche sportlich verausgabst, fühlst du dich körperlich und dadurch psychisch stärker. Deine körperliche Stärke gibt dir unbewusst eine zusätzliche psychische Kraft die dir auch im Berufsleben mehr Durchsetzungsvermögen verschafft. Daher solltest du regelmäßig deinen Körper trainieren, damit sich dein Geist wie auch Körper gestärkt fühlen. Gleichzeitig kannst du über den Sport auch die körperlichen Auswirkungen von Stress abbauen, was dich ebenfalls beruhigt und gelassener macht. Egal, um welchen Sport es sich handelt, er sollte dich allerdings richtig fordern und außer Atem und zum Schwitzen bringen. So kannst du die Stresshormone im Körper abbauen und dadurch nachts wieder besser schlafen. Leider rauben die verstärkten Stresshormone den Mitarbeitern oft ihre Nachtruhe und führen dazu, dass sie sich am nächsten Morgen wie gerädert statt erfrischt und ausgeruht fühlen. Dagegen kann das körperliche Auspowern geradezu Wunder bewirken. Es schafft auch eine persönliche Befriedigung, sich regelmäßig an den Rand seiner Kräfte zu bringen. Schließlich hast du deinen inneren Schweinehund dafür besiegen müssen und das tut nun einmal immer gut.

Richtig mit Stress umgehen

Du kannst lernen, mit Stress umzugehen. In Urzeiten war die Stressreaktion überlebenswichtig, denn sie versetzte den Körper in die Lage, kurzfristig auf lebensbedrohliche Situationen zu reagieren, indem sich der gesamte Organismus auf die Flucht konzentrierte. Heute reagiert dein Körper ähnlich, wenn du dich gestresst fühlst. Zunächst solltest du dir klar machen, warum du dich gestresst fühlst. Sobald du die Situation durchdenkst, wirst du feststellen, dass dich der Kontrollverlust stresst. Wenn du dich der Situationskontrolle beraubt glaubst, fühlst dich hilflos, angreifbar und unverstanden. Allerdings ist das nur deine momentane Sicht der Situation und hat vermutlich nichts mit der Realität zu tun. Darum empfiehlt es sich, deinem ersten Drang nach der Flucht aus dieser Situation nicht nachzugeben. Stattdessen solltest du einen Schritt zurücktreten und erst einmal eine Pause machen. Eine Pause gibt dir die Ruhe, die Angelegenheit neu zu überdenken und bessere Entscheidungen zu treffen. Zudem solltest du deine Einstellung dem Stress gegenüber ändern. Wenn du Stress als Gelegenheit betrachtest, dich neu aufzustellen statt darin zu ertrinken, verliert er seinen Schrecken. Dadurch schüttest du weniger schädliche Stresshormone aus, wodurch nicht mehr nur auf die Flucht konzentriert bist. Du kannst dich viel schneller auf die Lösung der Situation konzentrieren.

Durchhaltevermögen trainieren

Wenn du belastbarer sein möchtest, musst du dich auch dazu durchringen, nicht mehr so schnell aufzugeben. Die meisten Mitarbeiter rufen bereits nach Hilfe für ihre Aufgaben, wenn es etwas schwieriger wird. Aber oft ist es einfacher und effizienter dran zu bleiben und durchzuhalten. Das gesteckte Ziel aus eigener Kraft zu erreichen, hat eine positive Wirkung und darauf solltest du deinen Fokus richten. Eine Herausforderung solltest du genauso wie Stress als einen Anreiz zu sehen, einfach dein Bestes zu geben. Am Ende kannst du dann wirklich stolz auf dich sein.

Mentale Stärke erlernen 

Wenn du mentale Stärke besitzt, wirst du viel ausgeglichener auftreten und wirst gleichzeitig viel belastbarer werden, da dich nicht mehr aufregst und die Kontrolle behältst. Deine mentale Stärke beruht auf deinem Selbstbewusstsein, dass du stärken solltest. Dazu gehört auch eine gerade, aufrechte Körperhaltung. Wer sich schüchtern oder schwach fühlt, sollte in einem Selbstverteidigungskurs mitmachen. Aktivitäten wie diese stärken dein Selbstbewusstsein enorm und machen dich gleichzeitig beruflich zu einem kompetenten Ansprechpartner durch dein selbstbewusstes Auftreten. Wenn du geistig gefestigt bist, ist es dir auch egal, was die Kollegen über dich sagen. Statt dich über sie aufzuregen, wünsche ihnen innerlich alles Gute für ihr Leben. So bleibst du gelassen und zeigst mentale Stärke.

Gelassenheit zeigt deine Stärke

Die Menschen in deiner Umgebung reagieren nicht nur auf das, was du sagst, sondern auch auf deine Körpersprache. Strahlst du Gelassenheit aus, wirkst du wie ein Fels in der Brandung und wirst dadurch zum Mittelpunkt. Zudem wissen die Kollegen deine Gelassenheit in jeder Situation zu schätzen, weil es sie selbst beruhigt, wenn du in stressigen Situationen geduldig bleibst. Innere Gelassenheit kannst du am besten aus deinem Selbstbewusstsein und deiner inneren Einstellung gewinnen. Auch eine konsequent positive Sicht der Dinge verhilft dir zur Gelassenheit.