Virtuelles Team anführen: darauf musst Du achten!

Früher haben sich zahlreiche Unternehmen noch gegen Homeoffices gewehrt, heute sind diese sehr wertvoll, um dennoch dem täglichen Geschäft nachgehen zu können. Auch Besprechungen finden nicht mehr in den Betrieben, sondern zu Hause vor dem eigenen PC statt. Doch damit das funktioniert, muss ein Team Leader das virtuelle Team anführen. Wenn auch Du diese Arbeit übernehmen willst und nicht weißt, wie das geht solltest Du Dir den folgenden Ratgeber aufmerksam durchlesen.

Wie Du als Team Leader ein virtuelles Team führst!

Viele Chefs und andere Verantwortlichen von Unternehmen sind ins kalte Wasser geworfen worden. Denn durch die Coronakrise müssen sie nun ein virtuelles Team führen, was etwas anderes ist, als seinen Mitarbeitern und Angestellten direkt gegenüber zu sitzen. Es kann immer Mal vorkommen, dass der ein oder andere Teilnehmer des Videochats die Sache nicht ganz ernst nimmt, da er sich zu Hause und eben nicht im Unternehmen aufhält. Deine Aufgabe ist es, alle an einen Tisch zu holen und das Team als Team Leader durch die einzelnen Punkte zu leiten. Dafür geben wir Dir neun wertvolle Tipps an die Hand, die Dir dabei helfen können.

Klarheit und Verständlichkeit

Um ein virtuelles Team führen zu können, ist es sehr wichtig, dass Du alle Punkte klar und gut verständlich ansprichst und erläuterst. Bemühe Dich, alle Aufgaben und Ziele so eindeutig wie möglich zu verdeutlichen. Die Teilnehmer sollten zu jeder Zeit Rückfragen stellen, falls etwas unklar ist. So lassen sich alle eventuellen Missverständnisse aus der Welt schaffen. Es gibt viele unterschiedliche Software-Tools mit denen Du Dein Team führen kannst.

Zeit für Menschlichkeit

Es ist durchaus erlaubt, auch außerhalb der festen Meetings mit den Mitarbeitern per Videochat zu reden, etwa in der viertelstündigen Frühstückspause. Denn das haben alle Beteiligten sonst ja auch gekonnt. In dieser Pause darf über alles geredet werden, was außerhalb des Betriebes interessant ist. Niemand weiß, wie lange die Coronakrise noch anhalten wird. Daher ist es wichtig, dass die Angestellten und auch die Vorgesetzten auf diese Weise in Kontakt bleiben. Du kannst das Team führen und motivieren, indem Du feste Zeiten vereinbarst, wann es sich online zur Pause trifft.

Denn gerade in diesen durchaus schwierigen Zeiten sind soziale (wenn auch virtuelle) Kontakte sehr wichtig. Du als Team Leader musst nicht unbedingt in der Pausenrunde dabei sein. Es reicht, wenn Du die Schalte organisierst und Deine Angestellten dann unter sich lässt. Denn manchmal ist es auch gut, ungestört und ohne den Chef reden zu können.

Team führen und motivieren mit virtuellen Kollaborations-Tools nutzen

Es gibt unterschiedliche Online-Kollaborations-Tools die sehr nützlich sein können, wenn Du ein Team führen musst. Mit diesen modernen und smarten Gadgets sorgst Du dafür, dass alle Teilnehmer auf demselben Informationsstand sind. Das ist die Grundvoraussetzung für ein gemeinsames, virtuelles Arbeiten. Unter anderem kannst Du als Team Leader mit diesen Tools Zeitpläne bestimmen, Dokumente managen oder Ziele und Rollen bestimmen. Die Teilnehmer können sich daran auch selber beteiligen und zum Beispiel auch eigene Ideen mit einbringen.

Als Team Leader Konflikte lösen

Wie auch im regulären Arbeitsleben kann es immer Mal wieder aus diversen Gründen zu Konflikten in der Belegschaft kommen, wie zum Beispiel durch Misstrauen, Neid oder Eifersucht. Im Homeoffice sind diese Punkte recht schwer zu erkennen. Wenn Du aber bemerkst, dass sich ein Konflikt anbahnt, solltest Du als Team Leader eingreifen und die Situation klären. Denn es ist sehr wichtig, dass alle Teilnehmer auch vom Homeoffice aus an einem Strang ziehen. Eventuell macht es hier auch Sinn, Einzelgespräche per Chat zu führen, um sich beide Seiten anzuhören und dann eine für beide Seiten ideale Lösung zu finden.

Bleibe als Team Leader stets neutral und freundlich, so kannst Du dein Team führen, auch wenn es einmal zu einer schwierigen Situation kommt. In der Coronakrise liegen die Nerven bei vielen Personen blank. Dennoch sollten sich alle Beteiligten aus das Wesentliche konzentrieren.

Vertraue Deinen Mitarbeitern

Wenn alle Mitarbeiter zu Hause anstatt in einem Unternehmen arbeiten, ist es nicht ganz einfach, die geleistete Arbeitszeit zu erfassen. Du solltest auch darauf verzichten, dafür bestimmte Tools zu nutzen, die eine engmaschige Kontrolle ermöglichen. Besser ist es, Deinen Mitarbeitern zu vertrauen. Achte aber dennoch darauf, dass bestimmte Angestellte nicht zu viel und andere hingegen viel zu wenig arbeiten. Die Arbeitszeit sollte ungefähr der Zeit entsprechen, die sie sonst auch im Büro verbringen. In der Regel sind das acht Stunden plus Pausen.

Wichtig ist zudem, dass alle anfallenden Überstunden von den Mitarbeitern selbstständig und ehrlich aufgeschrieben und bei dem Team Leader eingereicht werden. Sie sollten rund um das Thema Arbeitszeiterfassung aber nie das Gefühl haben, dass sie durchgehend unter Beobachtung stehen. Denn dann können sie keine volle Leistung bringen. Suche nach einer passenden Lösung, die ideal zu Deinem Team passt.

Unterstützung anbieten

Die Coronakrise ist ein Ausnahmezustand, der viele Menschen an ihre Grenzen bringt. Wenn sie im Homeoffice arbeiten und Kinder haben, kann dies schnell stressig werden. Denn sie müssen Beides unter einen Hut bekommen. Du als Teamleader hast unter anderem auch die Aufgabe, in Einzelgesprächen zu erfragen, ob der ein oder andere Mitarbeiter eventuell von der Situation überfordert ist. Viele von ihnen müssen sich nebenbei auch noch für ihre Eltern oder anderen älteren Menschen einkaufen oder sonstige Erledigungen machen. Da kann die Arbeit schnell in den Hintergrund rücken. Daher ist es wichtig, dass Du Dich nach den Situationen Deiner Angestellten erkundigst. Vielleicht hat der ein oder andere Angst vor den finanziellen Folgen der Coronakrise und würde diese gerne besprechen. Du musst daher auch immer ein offenes Ohr für die Probleme der Teilnehmer haben. Eventuell kannst Du Hilfe anbieten, um die Situation ein wenig erträglicher für den Betroffenen zu gestalten.

Fazit: Team führen von zu Hause aus

In der Coronakrise müssen viele Angestellte von zu Hause aus arbeiten. Damit aber alles wie gewohnt funktioniert, bist Du als Team Leader gefragt. Du organisierst die Arbeitsabläufe, teilst Aufgaben zu und leitest Videochats. Dabei stehen Dir unterschiedliche Tools zur Verfügung, die alle Teilnehmer zusammenbringen. Zudem haben diese den Vorteil, dass Letztere sich auch selber einbringen und Ideen vorschlagen können. Sollte es einmal zu einem Konflikt kommen, musst Du diesen direkt entweder im Team oder in Einzelgesprächen klären.

Zudem solltest Du auch immer ein offenes Ohr haben. Denn in diesen schweren Zeiten haben viele Menschen Sorgen und Ängste und wissen nicht, wie sie die Heimarbeit und die Familie unter einen Deckel kriegen sollen. Darüber hinaus solltest Du Dir auch die Zeit nehmen, älteren Mitarbeitern zu erläutern, wie die verwendeten Programme funktionieren. Denn diese haben häufig mit Technik nicht viel zu tun und sind daher auch recht schnell überfordert.

Wie Du siehst, kommen auf Dich als Teamleader sehr viele Aufgaben zu, die Du aber mit unseren Tipps sicherlich sehr gut meisterst!