Kaum zu glauben. Das Wochenende ist vorbei und der Montagmorgen macht dir schon zu schaffen. Deinen Wecker hast du schon drei Mal auf „schlummern“ gesetzt und aus dem Bett kommst du auch nicht. Auf der Arbeit erwartet dich dein schlecht gelaunter Chef, nachdem du den üblichen Stau auf dem Weg zur Arbeit überlebt hast. Dein Postfach explodiert. Es stehen wichtige Meetings auf dem Tagesplan.
Albert Einstein meinte einst: „Genies beherrschen das Chaos“. Die Realität sieht aber anders aus. Vielmehr prägen Stress, Überlastung und Antriebslosigkeit den Alltag vieler Menschen. Die Aufgaben summieren sich auf dem Schreibtisch. Die Zeit rennt davon die Deadline ist schon überschritten und ein enormes Chaos hat sich folglich ausgebreitet. Du brauchst mehr Zeit, um alles unter einen Hut zu bekommen? Falsch gedacht! Der Tag hat 24 Stunden. Diese Zeit kann man nicht managen. Es müssen andere Räder gedreht werden – du musst an deinem Selbstmanagement arbeiten.

Was bedeutet Selbstmanagement

Selbstmanagement bedeutet nicht mehr als die eigenständige Gestaltung von Abläufen im Beruf als auch Privat. Man nimmt den eigenen Alltag bewusst in die Hand. Im Kern umfasst das Selbstmanagement weitere Teilkompetenzen wie zum Beispiel selbstständige Organisation, Motivation, Zielsetzung, Planung und Erfolgskontrolle. In der Schule, während dem Studium oder auch im Beruf kann man von gutem Selbstmanagement profitieren. Dennoch fällt es den meisten schwer und suchen stattdessen Ausreden für das Aufschieberitis-Syndrom.

Wie funktioniert Selbstmanagement überhaupt?

Es gibt viele Strategien, die deine persönliche Organisation unterstützen können. Eine bewährte Variante bietet die ALPEN-Methode. Diese Methode ist ein Akronym und steht für die fünf Elemente des Selbstmanagements. Sie ist eine einfache Art, um deinen Tagesanlauf richtig zu strukturieren, zu priorisieren und zu planen.

A = Aufgaben und Termine aufschreiben
L = Länge und Zeitdauer abschätzen
P = Pufferzeiten einplanen
E = Entscheidungen treffen und Prioritäten setzen
N = Nachkontrolle und Unerledigtes übertragen

Die ALPEN-Methode in der Praxis:

Im Kern soll die ALPEN-Methode mit einem Tagesplan deinen Arbeits- oder Schultag optimal organisieren.

  1. Aufgabe notieren

    Welche Aufgaben musst du erledigen? Welche Meetings oder Termine stehen an? Diese Fragen musst du dir zu Beginn stellen, um eine vollständige To-Do-Liste zu erstellen mit allen anstehenden Aktivitäten.

  2. Zeitdauer einschätzen

    Zu deiner To-Do-Liste solltest du nun deinen Zeitaufwand notieren und die Schwerpunkte aus deiner Aufgabenliste richtig zu kalkulieren. Wichtig ist es hierbei realistisch zu bleiben und sich nicht zu überschätzen. Setz dir Deadlines mit genauen Zeitangaben, um deine Produktivität zu steigern.

  3. Puffer einplanen

    Ein Arbeitstag läuft selten wie geplant. Ein Kollege, der Hilfe braucht, ein unerwartetes Problem oder ein Meeting, das doch länger dauert als angesetzt. Es ist wichtig Pufferzeiten für Unvorhergesehenes in deinen Zeitplan zu kalkulieren. Folglich musst du dein To-Dos auf deiner Liste nicht verschieben.

  4. Entscheiden und Priorisieren

    Entscheidungen treffen ist in dieser Methode ein fester Bestandteil. Mit Sicherheit ist dieser Punkt für viele auch der problematischste. Aus dem vorgearbeiteten Rahmenplan musst du dich jetzt entscheiden. Welche Aufgaben sind wichtig, welche kannst du noch aufschieben? Du musst deine Aufgaben zwischen Wichtigkeit und Dringlichkeit unterscheiden und diese priorisieren. Diese Entscheidung wird dir deinen Alltag entlasten.

  5. Nachkontrolle

    Mit anderen Worten: „Vertrauen, ist gut, Kontrolle ist besser”. Am Ende des Tages solltest du überprüfen, ob dein Plan tatsächlich funktioniert hat. Hast du all deine Aufgaben geschafft? Diese Methode lebt von Erfahrung, weshalb auch Fehlschläge hierdurch profitable für dich sein können, wenn du deine Zeitfresser erkennst. Im Zuge deiner Kontrolle solltest du dir gleich einen Überblick über die Aufgaben verschaffen, die am nächsten Tag anstehen.

Fazit

Die ALPEN-Methode bietet eine Möglichkeit, um den Berufs- oder Schulalltag zu organisieren und die Zeit effektiv zu nutzen. Es gibt viele weitere Methoden, demnach bietet diese keine universelle Lösung. Je nach Beruf lässt sich diese Methode detailliert in den Alltag integrieren und umsetzen. Nichtsdestotrotz ist die ALPEN-Methode ein sinnvoller Ansatz, um einen konkreten Plan aufzustellen, der einen Überblick des Tages verschafft und zur Zielerreichung beiträgt.