Etwas Small Talk ist oft der Schlüssel, um sich ein Gespräch zu eröffnen. Einen wirklich persönlichen Eindruck bietet ein bisschen Small Talk dagegen noch lange nicht. Erst wenn du im Laufe der Unterhaltung den Small Talk in ein echtes Gespräch verwandelst, wird sich dein Gegenüber ernsthaft für dich öffnen. Mit den richtigen Tipps für eine smarte Konversation fällt der Übergang meist gar nicht schwer.

Wie man die richtigen Fragen stellt

Zu einem echten Gespräch kannst du den Small Talk verwandeln, indem du ein echtes Interesse am Gegenüber deutlich machst. Jeder Small Talk bietet dazu in der Regel viele Gelegenheiten. Du musst einfach nur an der passenden Stelle Fragen stellen, mit denen du deutlich machst, dass du von deinem Gegenüber auch etwas wissen möchtest. Wenn dir etwas über eine Begebenheit aus dem Alltag erzählt wird, kannst du dich ganz einfach nach den Charaktereigenschaften oder persönlichen Vorlieben einer Person weitergehend erkundigen. Wenn dein Gegenüber anfangs dazu nicht offen spricht, erzähle einfach selbst etwas über dich. Wenn du deinem Gegenüber offen begegnest, wird dieser sich auch für dich öffnen. Deine Fragen solltest du dabei so formulieren, dass sie auch Gelegenheit zum Erzählen geben. Das bedeutet, dass du deine Fragen auch auf eine bestimmte Art und Weise formulieren solltest: Eine richtig gestellte Frage legt die Antwort nicht bereits in den Mund. Formuliere sie so, dass die Antwort sowohl in die eine wie auch in die andere Richtung gehen kann.

Nicht nur das Erzählen zählt – du musst auch zuhören können!

Ein zweiter wichtiger Punkt zu einer guten Kommunikation: Sie ist keine Einbahnstraße. Oft musst du deshalb auch nicht andauernd allzu schlaue Antworten formulieren. Es kommt auch darauf an, dass man an den richtigen Stellen einfach gut zuhört. In einem Dialog bist du kein Alleinunterhalter. Du solltest deinem Gegenüber die Zeit zum Reden und Erzählen geben. Wenn sich ein interessantes Thema ergibt, erkundige dich weiter und beweise deine Stärken als guter Zuhörer. Viele Menschen erzählen sehr sachlich – oder sie kommen bei persönlichen Erzählungen an manchen Stellen ins Stocken. Dann solltest du ihnen das Erzählen erleichtern. Erkundige dich zum Beispiel danach, wie sie sich mit der Sache fühlen. Oder zeige ihnen, dass es dir selbst auch nicht einfach fallen würde, über ein entsprechendes Thema zu sprechen. Falls dir auf der anderen Seite humorvoll und gekonnt über eine Sache berichtet wird, kannst du ein Kompliment dafür aussprechen. Lass dein Gegenüber wissen, dass du seine Qualitäten als Erzähler schätzt und es Spaß macht, so jemandem zuhören zu können.

Wenn die Konversation stockt – halte sie am Laufen

Es gibt bestimmte Antworten, mit denen du ein Gespräch gut am Laufen halten kannst. Falls die Konversation bei einem schwierigen Thema stockt, kannst du eine ironische Bemerkung machen, mit der die Atmosphäre aufgelockert wird. Oder du kannst auf eine ähnliche Situation aus deinem eigenen Leben zu sprechen kommen und sie deinem Gegenüber anvertrauen. Manchmal ist es an solchen Stellen auch sinnvoll, wieder etwas ganz normalen Small Talk zu betreiben. Falls die Konversation wiederum stockt, weil ihr gerade kein richtiges Thema habt, solltest du anders vorgehen. In diesem Fall kannst du ein ernsteres Thema anpacken. Möglicherweise fällt dir eine Situation ein, die du in den letzten Monaten erlebt hast oder du hast ein Thema im Kopf, das dich schon länger beschäftigt. Dazu kannst du deinem Gegenüber ein Gesprächsangebot machen. Bei deiner Formulierung solltest du darauf achten, dass es auch als Angebot zu einem Gespräch verstanden wird. Nötige deinem Gegenüber kein bestimmtes Thema auf. Wenn du Angebote zu verschiedenen Themen machst, werden gezielt die ausgewählt, über die ihr beide gerne sprechen wollt. Dann kannst du mit solchen Themen punkten, die positiv wirken oder besonders interessant für dein Gegenüber sind.

Wie man ehrliche Antworten statt gelernter Standards gibt

Am wichtigsten für ein gutes Gespräch ist die Ehrlichkeit. Nur wenn dein Gegenüber den Eindruck gewinnt, dass du es ernst meinst, werdet ihr euch auch auf der persönlichen Ebene offen austauschen können. Authentizität ist also ein wichtiges Thema für eine flüssige Kommunikation. Das bedeutet, dass du bei Anekdoten und persönlichen Erzählungen am besten offen mit deiner persönlichen Meinung umgehen solltest. So lange du dich dabei selbst nicht zu ernst nimmst und auch für andere Positionen offen bist, muss deine Meinung mit der deines Gegenübers nicht genau übereinstimmen. Falls du an einer Stelle eine andere Position hast, bringe sie zur Sprache. Mache deutlich, warum du deine Position hast und wie sich diese begründet. Oftmals wird das deinem Gegenüber Anlass für weitere Nachfragen geben. Gerade ein Austausch über kontroverse Positionen kann dann Anlass für ein gemeinsames Gespräch bieten. Du kannst zu einem bestimmten Thema auch deutlich machen, wie du von Allgemeinplätzen abweichst. Wenn du an dieser Stelle eine eigene Position mit einem guten Spruch auf den Punkt bringst, kann dies ein guter Ausgangspunkt für ein höchst interessantes Gespräch sein.

Welche Themen sollte man bedienen?

Grundsätzlich kann man in einem guten Gespräch über fast alle Themen sprechen. Wenn du ein bisschen Übung im Erzählen hast und mit einer gewählten Sprache erzählst, kannst du sogar intime oder schwierige Themen damit gut anpacken. Du solltest dabei einfach spüren, wie sich das Gespräch für dein Gegenüber anfühlt. Wenn es deinen Worten lauscht und auch selbst erzählt, passt alles. Falls dein Gegenüber nichts mehr sagt oder die Mimik starr wird, solltest du allerdings vorsichtig sein und gegebenenfalls das Thema wechseln. Eine angenehme Unterhaltung zeichnet sich nicht so sehr durch einen inhaltlichen roten Faden aus, sondern durch die thematische Vielfalt einer Unterhaltung. Daraus ergibt sich wiederum ein weiterer wichtiger Hinweis: Du solltest – solange dies nicht von den Fragen deines Gegenübers so ausgeht – die Unterhaltung nicht einseitig auf ein Themengebiet beschränken. Nichts ist langweiliger als ein Erzähler, der nur von seiner Arbeit berichtet. Selbst wenn ihr euer Berufsfeld teilt und es doch ein interessantes Gespräch sein sollte, verbaust du dir so schnell die Möglichkeit, jemanden auch auf der persönlichen Ebene kennenlernen zu können. Achte also besser auf einen bewussten Wechsel zwischen verschiedenen Themenfeldern. Die Kommunikation wird damit smarter und erlaubt dir, etwas über dein Gegenüber zu erfahren.